Ubiquiti Unifi „self-hosted Controller“ leicht gemacht

Der eine oder andere wird noch einen alten CloudKey der ersten Generation als Controller für seine Unifi-Umgebung laufen haben. Einen schönen Weg für Updates auf Versionen >=8 scheint es nicht zu geben. Also einen neuen Controller kaufen?

Wer eine neuere Synology-NAS mit Virtualisierungs-Option betreibt hat an dieser Stelle vielleicht einen schöneren Weg. Die UniFi Network Application kann auch unter zahlreichen Linux-Distributionen (oder unter Windows) betrieben werden.

Migration von CloudKey auf UniFi Network Application unter Debian:

  • Auf der Synology eine kleine VM (ich habe ca. 16 GB und 2 GB RAM genommen) mit dem aktuellsten Debian (stable) mit einer vom CloudKey abweichenden IP installieren
  • Version der UniFi Network Application auf dem CloudKey ermitteln (meist 7.2.95 oder 7.2.97)
  • Letzte Datensicherung (oder nur die Konfiguration) unter Einstellungen in der UniFi Network Application auf dem Cloudkey herunterladen
  • Mit Hilfe des Scripts von Glenn Rietveld unter Debian die identische Version wie auf dem CloudKey installieren (Link: https://community.ui.com/questions/ccbc7530-dd61-40a7-82ec-22b17f027776)
  • Backup in das unter Debian laufende UniFi Network Application installieren und auf Vollständigkeit überprüfen
  • CloudKey auf eine andere IP „umziehen“, Debian mit UniFi Network Application auf die bisherige IP vom CloudKey migrieren
  • Geduld – ganz viel Geduld (nach ca. 5 bis 30 Minuten sollten alle Systeme wieder im nun neuen UniFi Network Application unter Debian online sein)
  • Snapshot und UniFi Network Application unter Debian auf 7.2.97 anheben
  • Snapshot und UniFi Network Application unter Debian auf die gewünschte Zielversion anheben (bei mir ist es meist 8.2.93)

Home-Office in Zeiten von „Corona“

Als Datenschwurbler ist man in der Regel glücklichen Lage, schon länger „Home-Office“ genutzt zu haben – sei es freiwillig im Rahmen vorhandener Betriebsvereinbarungen oder unfreiwillig zur Störungsbeseitigung.

Internet-Zugang
Ein stabiler Internet-Zugang ist die Basis für zufriedenes Arbeiten aus den eigenen vier Wänden. Dabei sollte man jedoch das Augenmerk mehr auf Service und Stabilität, als auf Kosten und Geschwindigkeit werfen. Ein Internet-Anschluss äquivalent zu VDSL50 sollte es aber schon sein. Besitzer einer Fritzbox oder vergleichbarer besserer Router-Modelle sollten zudem in den Einstellungen sicher stellen, dass der Stabilität des Anschlusses eine höhrere Priorität als der Geschwindigkeit zugemessen wird.

Mobilfunk-basierte Zugänge und „shared-media“ Zugänge (wie der Internet-Zugang über das Kabelnetz) sind meiner persönlichen Meinung nach eher weniger geeignet, da die zur Verfügung stehende Bandbreite mit den anderen gleichzeitig aktiven Nutzern geteilt werden muss.
Falls doch ein Mobilfunk-Zugang herhalten muss, sollte ausreichend Bandbreite (ca. 30 bis 60 GB) mit eingeplant werden. Die großen Mobilfunkanbieter haben hierfür spezielle (oft ortsgebundene) Tarife im Angebot (Telekom: MagentaZuhause via Funk). Dabei sollte man unbedingt auf die Nutzung eines Routers mit Anschlussmöglichkeiten für eine externe Antenne achten. Beim Kauf von externen Antennen rate ich persönlich ein paar Cent mehr zu investieren und den Kauf im Fachhandel (mein Tipp: FTS Hennig) zu tätigen; Amazon und der Elektronik-Versandhandel führen meiner Erfahung nach eher zu einem unbefriedigenden Ergebnis.

Fallback?
Klaro! Die Verantwortung für den Internet-Zugangs liegt i.d.R. in der Verantwortung des Arbeitnehmers. Daher sollte man sich bereits „vorher“ Gedanken über einen Plan B machen. Gefühlt dauern Störungen des Internet-Zugangs 1-2 Werktage. Diesen Zeitraum sollte man also überbrücken können. Sieht man das WLAN vom Nachbarn, ggf. mal mit diesem sprechen. Eventuell ist er ja bei einem anderen Anbieter und man kann sich im Störungsfall gegenseitig unterstützen.
Bei einem dienstlichen Mobilfunk-Internet-Zugang mit ausreichend Volumen kann man diesen auch für den kurzen Zeitraum nutzen.
Bei Arbeitgebern im wissenschaftlichen Umfeld gibt es zudem häufig die Möglichkeit an einer nahen Universität oder Bibliothek eduroam (Karte mit eduroam-Standorten: https://map.eduroam.de/leaflet/eduroam/eduroam-map.html ) zu nutzen. In Bayern ist zudem an den meisten BayernWLAN-Standorten (Karte: https://www.wlan-bayern.de) eduroam mit aufgeschaltet.
Wichtig und auf keinen Fall zu vernachlässigen: Das Arbeiten im „öffentlichen Raum“ bzw. außerhalb der eigenen vier Wände ist i.d.R. durch den Arbeitgeber streng geregelt. Unabhängig davon, sollte gerade in diesem Umfeld auf einen Blickschutz auf die eigene Arbeitsumgebung geachtet werden.

Kurzum – man sollte sich bereits vor dem Störungsfall mit dem Thema beschäftigen.

Bildschirm
So sperrig die „Bildschirmarbeitsplatz-Verordnung“ auch klingt, Arbeitsplatz-Ergonmie ist ein wichtiger Punkt. Für längeres Arbeiten sollten daher Bildschirm mit Tastatur und Maus zum Einsatz kommen.

Gerade wer nun aber bereits einen vorhandenen PC im Einsatz hat, möchte diesen natürlich weiterbetreiben. Auch ich stand genau vor diesem Problem.

Bisher hatte ich hierzu:
2 Bildschirme mit Tastatur und Maus und einem Umschalter. Privat habe ich einen normalen Desktop-PC im Einsatz, das Notebook meines Arbeitgebers ruht in einer Docking-Station und bietet mir so die entsprechenden (benötigten Anschlüsse.
Ein entsprechender KVM-Umschalter liegt jedoch mit den passenden Kabeln selbst bei Amazon bei ca. 300-400 Euro (z.B. Startech). Dennoch sollte man an dieser Stelle nicht am falschen Ende sparen.

Neues Notebook – und jetzt?
Die vorhandenen Bildschirme waren dann doch schon etwas in die Jahre gekommen. Ein „Fujitsu-Siemens“-Logo zierte noch den Rahmen. Gleichzeitig hat mein Arbeitgeber neue Notebooks eingeführt. Also den Schreibtisch aufräumen?
Das Angebot an Bildschirmen hat die letzen Jahre deutlich zugenommen. Ebenso die Funktionen und technischen Spielereien. Runtergebrochen habe ich mich dann auf zwei Anforderungen fokusiert. Anschlussmöglichkeiten für privaten Desktop-Rechner und dienstliches Notebook (inkl. Lademöglichkeit). Wegfall des KVM-Umschalters.
Gelandet bin ich nach langem Hin- und Her bei einem 34″-Bildschirm von Philips (346B1C mit USB-C-Anschluss und KVM-Switch – weitere Details: https://www.philips.de/c-p/346B1C_00/curved-ultrawide-lcd-monitor-mit-usb-c-anschluss dabei gibt es eine 00 und eine 01 Version … den genauen Unterschied konnte ich noch nicht identifizieren. Die 00-Variante gibt es für knapp 480 Euro bei Amazon). Bisher bin ich mit dem Bildschirm sehr zufrieden. Nach einem Treiber-Update des Desktop-Rechners klappt auch Audio über DisplayPort.

Aber wie ordnet man die Anwendungen auf so einem großen Bildschirm an? Nach etwas „RTFM“ (also Lesen der Anleitung von Windows 10) findet man schnell die Lösung: https://support.microsoft.com/de-de/help/4027324/windows-10-snap-your-windows.

Ubiquiti Unifi AP (UAP) wiederbeleben

Irgendwie ließ sich der Accesspoint nicht mehr weiter Updaten. Was nun? Elektroschrott, weil er nur 2,4 GHz kann?

Ein Blick auf die Herstellerseite verriet: es gibt noch eine aktuelle Firmware-Version, der Accesspoint hing aber auf 4.0.14.9736 fest.

Nach etwas Recherche habe ich einen guten Weg gefunden:

  • Im Controller auf Classic Mode wechseln
  • Unter Site/Standort kann man sich ganz unten durch einen Klick auf das „Auge“ die SSH-Zugangsdaten für den „streikenden“ Accesspoint anzeigen lassen.
  • Dann mit dem Accesspoint via PuTTY verbinden und ein manuellen Update durchführen
cd /tmp
curl -O http://dl.ubnt.com/unifi/firmware/BZ2/4.0.15.9872/BZ.ar7240.v4.0.15.9872.181229.0259.bin
fwupdate.real -m BZ.ar7240.v4.0.15.9872.181229.0259.bin
  • Viel Zeit für den ersten Reboot und die folgenden mitbringen. Manchmal macht man sich schon auf die Suche nach den Recovery-Anleitungen … nach 10 Minuten ist der AP dann aber doch plötzlich wieder da!
  • Anschließend im Controller via Geräte -> Accesspoint -> Konfiguration -> Gerät verwalten -> Benutzerdefiniertes Update die Versionen weiter anheben:
  • Anschließend ein „reguläres Update“ auf die aktuelle Version

Datenschwurbler 1.0

Bereits während er Schulzeit habe ich fleißig mit an der Computer-Ausstattung gebastelt. Der Einstieg war damals über die vom lokalen Energieanbieter gesponsorte Solaranlage im Rahmen eines Projekts „Sonne in der Schule“. Irgendwie mussten die Messwerte ja auch ausgelesen und archiviert werden.

Über unseren damaligen Licht- und Tontechnik-Mitschüler (ich denke, so etwas gab es nahezu jeder Schule) bin ich dann später irgendwie neben dem Studium in der Veranstaltungsbranche gelandet und von dort als als „Datenschwurbler“ bei einem kleinen aber feinen Lokalradiosender. Es war eine schöne, spannende und v.a. sehr vielseitige Zeit, die nicht nur sehr lehrreich war, sondern auch viele interessante Kontakte gebraucht hat.